FCK-Saisonstart in Mechtersheim

4. Juli 2016
Artikel von www.fck.de / Direktlink
007Am Samstag, 2. Juli 2016, stand für den 1. FC Kaiserslautern am Ende der ersten harten Trainingswoche das erste Testspiel der Vorbereitung auf dem Programm. Beim Aufgalopp in die neue Saison war somit auch das Ergebnis eher nebensächlich. Trotz deutlichem Chancenplus und mit drei Aluminiumtreffern unterlag der FCK am Ende dem effizienten und glücklicheren Oberligisten TuS Mechtersheim mit 1:2.

Der erste öffentliche Auftritt der Roten Teufel im Rahmen der Saisonvorbereitung bildet traditionell das Fanspiel, das in diesem Jahr von der Fanregion überregional in Mechtersheim ausgetragen wurde. Wie in jedem Jahr startete auch dieses Mal das Programm mit dem Spiel der Geschäftsstelle gegen eine Fanauswahl. Die Geschäftsstellenauswahl, die unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Gries und Teammanager Roger Lutz antrat, spielte bei Fritz-Walter-Wetter vor allem in der zweiten Halbzeit ihre konditionellen Vorteile aus und gewann am Ende mit 9:0 (3:0).

Anschließend wurde das Wetter besser und so kamen zum Spiel der Roten Teufel gegen eine Auswahl, die zum großen Teil aus dem Kader des Oberliga-Aufsteigers TuS Mechtersheim bestand, auch entsprechend deutlich mehr Zuschauer, die das erste Testspiel des neuformierten FCK-Kaders und das erste Spiel des neuen Cheftrainers Tayfun Korkut am Ende der anstrengenden ersten Trainingswoche sehen wollten. Nach einer Trainingseinheit am Morgen kamen die Betzebuben mit 22 Mann im Kader nach Mechtersheim und bestritten beide Hälften jeweils mit einer anderen Elf. Neuzugang Christoph Moritz und Rekonvaleszent Kacper Przybylko betrachteten das Geschehen 90 Minuten von der Seitenlinie.

008Die erste Chance der Partie hatten die Gastgeber, die nach drei Minuten die Querlatte trafen. Auf der Gegenseite wurde ein Versuch von Marcus Piossek aus aussichtsreicher Position im letzten Moment zur Ecke geblockt. Der FCK hatte in der Folge mehr vom Spiel und drückte auf die Führung. Diese erzielten allerdings die Hausherren. Nach einer Ecke staubte Veth zum 1:0 ins kurze Eck ab. Die Roten Teufel wollten mit aller Macht direkt den Ausgleich erzielen: vier Minuten nach dem Rückstand spielte Daniel Halfar den Keeper aus, traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten. Den Nachschuss nagelte Robert Pich ans Lattenkreuz. Der FCK hatte die Spielanteile, die Mechtersheimer nutzten ihre wenigen Offensivszenen dagegen effizient. Ester vollstreckte nach einer guten halben Stunde einen Gegenzug zum 2:0. Mit diesem Stand ging es dann auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde auf beiden Seiten kräftig gewechselt, der FCK trat gar mit einer komplett neuen Elf an, aber auch jetzt hielten die Roten Teufel das Heft des Handelns in der Hand. Und kamen nach einer guten Viertelstunde auch endlich zum ersten Tor der Vorbereitung. Erik Wekesser verwandelte einen direkten Freistoß von der Strafraumgrenze sehenswert in den linken Winkel. Kurz darauf hatten die FCK-Fans den Ausgleichsjubel schon auf den Lippen, ein Kopfball von Neuzugang Osayamen Osawe, mit dem er den Torhüter überwand, wurde aber noch von 009einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt. Die Hausherren kamen nun kaum noch über die Mittellinie, die Mannen von Tayfun Korkut dagegen erspielten sich weiterhin zahlreiche Offensivszenen. Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte sich Osawe über rechts durch, bediente im Zentrum Sebastian Jacob, der mit der Hacke aber nur den Pfosten traf. Kurz vor dem Ende scheiterte Osayamen Osawe aus kürzester Distanz am Torhüter, Manni Osei Kwadwo hatte den Stürmer zentimetergenau bedient. Trotz des dicken Chancenplus und zahlreichen hochkarätigen Tormöglichkeiten blieb es am Ende beim 2:1 für den Oberligisten. Der guten Stimmung der Fans tat das aber keinen Abbruch.

Und auch für die Roten Teufel war nach dem Abpfiff noch lange nicht Feierabend. Auf der großen Autogrammstunde wurden vom gesamten Kader noch alle Autogramm- und Fotowünsche erfüllt. Der Zusammenhalt zwischen  Mannschaft und Fans  funktioniert. Nur zusammen sind wir Lautern!

 

Zeitungartikel, Rheinpfalz, Sonntag Aktuell, 03.07.2016

Beim Aufgalopp vergaloppiert

F025ussball: Dreimal Pfosten, einmal Latte – das ist auch Pech. Aber 1:2 (0:2) beim Oberligisten TuS Mechtersheim zu verlieren, das ist für
Zweitligist 1. FC Kaiserslautern blamabel. Die Mannschaft wird allerdings schon kommende Woche eine Blutauffrischung erfahren. Die ist nötig!

Von Horst Konzok

Römerberg. Fünftligist schlägt Zweitligist. Das hatte was von Einstimmung auf den DFB-Pokal im August. Aus dem 1:2 (0:2) beim Oberligisten TuS Mechtersheim kann Zweitligist 1. FC Kaiserslautern mehr als nur einen Warnschuss für die Pokalpartie beim Drittligisten Hallescher FC ableiten.
So geht nichts!

Manfred Schmitt, mit dem TuS gerade in die Oberliga aufgestiegen, hatte als Trainer einer Amateurmannschaft erstmals in seiner Laufbahn gegen eine Profitruppe gewonnen, war wohl auch stolz und glücklich, doch auch ganz schnell mit beiden Füßen auf der Euphorie-Bremse: „Der Sieg ist schwer einzustufen. Wir haben praktisch mit einer U 23 gespielt, der älteste Spieler im Kader ist 28, ich habe zehn, zwölf neue Spieler zu integrieren. Ich bin zufrieden, muss aber sehen, dass alle auf dem Boden bleiben.“ Der Alltag kommt …

018Die Mechtersheimer Mannschaft, durch zwei Gastspieler später ergänzt, gut strukturiert, gut organisiert, ließ eine markante Handschrift erkennen: die des Meistermachers Schmitt. In Kapitän Thorsten Ullemeyer hat der Coach einen fast perfekten Abwehrorganisator, eine Säule. Eine klasse Partie bot Kevin Selzer am rechten Flügel. Selzers Warnschuss an die Latte (6. Minute) ignorierten die Lauterer. Für das 1:0 sorgte TuS-Torjäger Eric Veth nach Barisic-Ecke (18.), für das 2:0 Georg Ester nach feinem Spielzug über Jannick Immel und Jan Lintz (32.). „So frei, wie ich war, muss ich treffen. Ich sehe sehr gutes Potenzial in unserer Mannschaft“, sagte Torschütze Ester, ein bekennender FCK-Fan. „Für einen Stürmer ist es immer gut, zu treffen“, sagte Veth, der sich Rückenwind durch das „positive Ergebnis“ für den Oberliga-Alltag erhofft.

Der „neue“ FCK war der alte, was die miese Chancenauswertung angeht. Die erste Halbzeit – arg dürftig. Sicher Schusspech, dass Kapitän Daniel Halfar den Pfosten, Robert Pich im Nachschuss die Latte traf (21.). Maurice Deville, einer der Stoßstürmer-Bewerber, musste in der 34. Minute einfach treffen, drosch den Ball aber in den sonnigen Himmel über der Kirschenallee. „Das Ergebnis ist nicht gut, um Aufbruchstimmung zu erzeugen“, gestand FCK-Sportdirektor Uwe Stöver, der nach der Pause eine andere, eine bessere Lauterer Mannschaft sah. Mateusz Klich, nun mit der Kapitänsbinde unterwegs, zeigte sich als guter Passgeber, Manfred Osei Kwadwo wie auch Marcel Gaus als Belebungen. Aber mehr als ein Freistoßtreffer Erik Wekessers aus 16 Metern nach Foul an Osei Kwadwo (62.) und ein Abseitstreffer von Lukas Görtler (58.) sprang trotz elf klarer Chancen nicht heraus.

011„Das Ergebnis gefällt uns nicht. Pfosten, Latte – wir hatten viele Möglichkeiten, wir hätten das Spiel einfach gewinnen müssen“, sagte FCK-Trainer Tayfun Korkut. Gefallen hat ihm der Wille, es zu drehen. Ändert nichts: Schmach bleibt Schmach!

Allein der schnelle, geschmeidige Osayamen Osawe, stürmender Neuzugang vom Halleschen FC, hätte das Spiel drehen müssen. Er hatte die Chancen – er traf aber nur das Außennetz (54.), scheiterte an Torhüter Joshua Geist (63., 73.), dann holte der clevere Abfangjäger Steven Bendusch seinen Schuss von der Linie (65.), dann traf der gebürtige Nigerianer mit englischem Pass den Pfosten (67.). Gleiches Malheur hatte Sebastian Jacob nach Osawe-Hackentrick zu beklagen (87.). Ein Dämpfer für den FCK ganz gewiss, auch wenn die Mannschaft natürlich noch Verstärkung erfahren wird.

Prima organisiert hatte die Veranstaltung die Fanregion Überregional, in der 88 weit von Kaiserslautern entfernte Fan-Klubs organisiert sind. Darunter sind auch zehn im Ausland, sagt Regionsleiter Guido Marklofsky stolz mit Blick auf Fan-Klubs in Bulgarien oder auch Australien. Sie beherzigen das Leitmotiv der neuen Saison: „Nur zusammen sind wir Lauterer.“

 

Statistik:
TuS Mechtersheim (1. Halbzeit):
Klug – Lintz, Ullemeyer, Bach, Petrescu – Selzer, Barisic, Immel, Krämer – Ester, Veth
TuS Mechtersheim (2. Halbzeit):
Geist – Johann, Ullemeyer (50. Cakar, 74. Neckerauer), Custic, Karl – Bendusch – Merz, Simon, Walzel, Ietro – Schneider (76. Scheick)
1. FC Kaiserslautern (1. Halbzeit):
Weis – Heinloth, Ziegler, Heubach, Koch – Piossek, Seufert – Dittgen, Halfar, Pich – Deville
1.FC Kaiserslautern (2. Halbzeit):
Alomerovic – Schulze, Vucur, Mockenhaupt, Wekesser – Görtler, Osei Kwadwo, Klich, Gaus – Osawe, Jacob
Tore: 1:0 Veth (18.), 2:0 Ester (32.), 2:1 Wekesser (62.)
Beste Spieler: Ullemeyer, Selzer, Veth, Ester – Osawe, Klich
Schiedsrichter: Baumgärtel (Lustadt)
Zuschauer: 1.190

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